Vier Fragen an Dr. Philip Keeve

Warum hat Ihr Thema „Aug­men­ta­tion mit auto­logem Kno­chen von minimal invasiv bis Scha­len­technik“ an Bedeu­tung gewonnen?
Aug­men­ta­tionen mit auto­logem Kno­chen sind nicht immer invasiv, auf­wendig oder schmerz­haft. Ich zeige in meinem Kurs, dass mit neuen Tech­niken auch ein­fache und minimal-inva­sive Kon­zepte mit auto­logem Kno­chen umsetzbar sind, die zu repro­du­zierbar guten Erfolgen führen.
Zu diesen neuen Tech­niken gehören auch bio­lo­gi­sche Kon­zepte mit auto­logen Geweben, die hori­zon­tale und ver­ti­kale Aug­men­ta­tionen ermög­li­chen und damit die opti­male Wie­der­her­stel­lung von Hart- und Weich­ge­webe erlauben. Dies kann den lang­fris­tigen Erfolg einer Implan­tat­the­rapie sichern. Die ver­schie­denen Tech­niken werden im Kurs aus­führ­lich bespro­chen und prak­tisch geübt.

Welche Ent­wick­lung in diesem Bereich ist beson­ders wichtig und ver­dient Beachtung?
Auf­grund der kür­zeren Ein­heil­zeit kann man mit auto­logen Tech­niken schneller als mit anderen Kon­zepten zu pro­gnos­tisch guten Ergeb­nissen kommen. Dies gilt für alle Indi­ka­tionen – von gering aus­ge­prägten und daher mini­mal­in­vasiv zu behan­delnden Alveo­lar­fort­satz­de­fekten bis hin zu aus­ge­prägten Defekten.

Wenn Sie eine per­sön­liche Leit­linie zu Ihrem Thema schreiben müssten: Welche Emp­feh­lung und welche War­nung würden darin auf gar keinen Fall fehlen?
Die auto­logen Ver­fahren gelten seit vielen Jahren als der Gold­stan­dard bei den Aug­men­ta­ti­ons­ver­fahren. Doch auch bei den auto­logen Kon­zepten, die je nach Indi­ka­ti­ons­be­reich eine ver­läss­liche Rege­ne­ra­tion der ver­loren gegan­genen Gewebe ver­spre­chen, gibt es Unter­schiede, was den Erfolg, die Sicher­heit, die Post­mor­bi­dität und die Kom­ple­xität betrifft. Diese Unter­schiede muss man beachten. Bei der Rekon­struk­tion des Hart­ge­webes muss man dar­über hinaus das Weich­ge­webe stets im Auge behalten – kurz: Das Manage­ment von Hart- und Weich­ge­webe ist glei­cher­maßen bedeutsam.

Wel­ches Pro­blem / welche Pro­bleme werden die Teil­nehmer Ihres Kurses in der Zukunft nicht mehr haben oder ein­fa­cher lösen können?
Der Kurs prä­sen­tiert für ver­schie­dene Indi­ka­tionen die jeweils wich­tigen auto­logen aug­men­ta­tiven Ver­fahren. Die Teil­nehmer lernen, wie sie ziel­ge­richtet die rich­tige Indi­ka­tion stellen und ver­loren gegan­gene Hart- und Weich­ge­webe erfolg­reich rekon­stru­ieren können.

Der Kurs „Aug­men­ta­tion mit auto­logem Kno­chen von minimal invasiv bis Scha­len­technik“ findet am 30. April 2022 in Han­nover statt.
Anmel­dung: aug­men­ta­tion-mit-auto­logem-kno­chen_2022

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